Etruskisches Tarquinia
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Etruskisches Tarquinia
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ARCHÄOLOGISCHER RUNDGANG
Große Tumulusgräber der etruskischen Nekropole
Tarquinias

Projekt, das von der Region Latium - Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Etruria meridionale und der Gemeinde Tarquinia gefördert wird und auf die Aufwertung der monumentalen fürstlichen Tumulusgräber der Monterozzi- Nekropole und des Gebietes um die etruskische Stadt Tarquinia abzielt.

 

ARCHÄOLOGISCHER RUNDGANG
Große Tumulusgräber der etruskischen Nekropole
Tarquinias
Etruskisches Tarquinia
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Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 17. April 2010 18:51

 

Die 100 km von Rom entfernte etruskische Stadt Tarquinia (auf Etruskisch Tarch(u)na, auf Lateinisch Tarquinii) ist auf einer das Tal des Flusses Marta, dem Abfluss des Bolsenasees, der nördlich der Stadt ins Meer mündet – dominierenden Anhöhe errichtet worden.

Von zwei Zuflüssen der Marta begrenzt - nördlich von dem Fosso degli Albucci und südlich von dem Fosso S. Savino - erhebt sich 6 km vom Meer entfernt die Hochebene der antiken Stadt - der "Pian di Civita". Der zu dieser Anhöhe parallel verlaufende Monterozzi-Hügel, auf dem die bedeutendsten Nekropolen der antiken Stadt angelegt wurden und auf dessen westlichen Ausläufer sowohl das mittelalterliche (Corneto) als auch das moderne Tarquinia errichtet worden sind, trennt die antike Stadt von der Küste.

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Geschichte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 17. April 2010 19:22

Die antiken Quellen (Cicero, Dionysios von Halikarnassos, Livius, Strabon etc.) berichten in geringem Ausmaß über die Geschichte Tarquinias. Was jedoch über die Stadt geschrieben wurde, lässt erkennen, dass es sich um eine der wichtigsten Städte in ganz Etrurien gehandelt hat.
Tarconte, Sohn des Helden Tyrrhenus, dem König von Lydien, der die Tyrrhener (= die Etrusker) nach Italien geführt hat, gründete die Stadt und gab ihr seinen eigenen Namen. In Tarquinia soll der Sage nach der Götterknabe Tagete dem etruskischen Volk die Grundlagen der Hieroskopie gelehrt haben, d.h. die religiöse Deutung der Eingeweide von Opfertieren, für welche die etruskischen Priester jahrhundertlang berühmt waren. In Tarquinia hat die Dynastie der Tarquini, die als etruskische Könige Rom vom Ende des VII bis zum  VI Jh. v. Chr. regierten, ihren Ursprung.

 

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Archälogisches Museum PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 19. April 2010 10:18

 

Das Museum ist außergewöhnlich schön und interessant für jeden, der ein wenig über die Etrusker weiß. Es wird eine große Anzahl von bedeutenden Funden aus Tarquinia ausgestellt. Wenn wir uns nur davon überzeugen könnten, dass Objekte nicht mehr aus ihren ursprünglichen Kontexten herausgerissen werden! Museen sind immer ein Fehler. Wenn es jedoch notwenig ist, dass sie existieren, dann sollen sie klein sein und lokalen Charakter besitzen. Wie großartig das etruskische Museum in Florenz auch ist, man fühlt sich im Museum in Tarquina einfach wohler! Die ausgestellten Fundstücke sind alle aus Tarquinia, haben unter sich eine Verbindung und bilden eine organische Einheit. (D.H. Lawrence)

 

Das archäologische Museum in Tarquinia hat seinen Sitz in dem wundervollen Palazzo Vitelleschi, der zwischen 1436 und 1439 während des Pontifikates Papst Eugen IV. im Auftrag des Kardinals Giovanni Vitelleschi erbaut wurde.

 

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Grabmalerei PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 19. April 2010 11:07

 

Der Brauch, Grabkammern mit Malereien zu dekorieren, ist in vielen Städten Etruriens verbreitet, jedoch einzig in Tarquinia nimmt dieses Phänomen so breite und andauernde Ausmaße an und reicht vom 7. bis zum 2. Jh. v. Chr. über die ganze Lebensdauer der antiken Stadt.
Die Gräber mit Wandmalereien machen nur einen sehr kleinen Anteil an der Gesamtzahl der Gräber in Tarquinia aus (circa 2%): Sie sind Ausdruck des Reichtums der aristokratischen Bevölkerungsschicht jener Zeit, die allein sich den Luxus erlauben konnten, die eigenen Grabstätten mit Malereien zu schmücken.

Die ältesten bemalten Gruften (Ende des 7. bis zur Hälfte des 6. Jh. v. Chr.) waren für die Bestattungen von Ehepaaren bestimmt und sind durch kleine rechteckige Grabkammern mit Satteldach und bunten Streifen, die die architektonischen Besonderheiten unterstreichen, charakterisiert. Alle Grabkammern sind - in unterschiedlicher Tiefe - in den Fels geschlagen und über einen steil abfallenden und mit Stufen versehenen Zugangskorridor (dromoi) begehbar.
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Civita PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 19. April 2010 11:21

 

Die etruskische Stadt wurde auf zwei aneinander angrenzenden Plateaus errichtet, im Westen auf dem Pian di Civita und im Osten auf dem Pian della Regina, die nördlich des Flusses Fosso degli Albucci und südlich des Fosso S. Savino, beide Zuflüsse der Marta, begrenzt wurden. Der Hügel Colle della Castellina, der sich mit seiner konischen Form nord-östlich vom Pian della Regina erhebt, war ebenfalls Teil des Stadtgebietes und wurde von der Stadtmauer umschlossen. Da es sich um den höchstgelegenen Punkt der Stadt handelt, wird davon ausgegangen, dass es sich um der Bauplatz der städtische Akropolis handeln könnte. Während der Pian della Regina im Osten in ein Hügelmassiv mit Nekropolen aus der Eisenzeit übergeht, blickt man vom Westen von einem hohen Ausläufer der Pian di Civita auf das Tal der Marta. Ein kleineres Plateau, das Civitucola, formt weiter unten die Spitze des Ausläufers.

 

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