Das Doppelgrab
Scavi 2011
Seguici su Facebook
  • Italian - Italy
  • English (United Kingdom)
Fürstengräber
Hauptmenü
Logo

ARCHÄOLOGISCHER RUNDGANG
Große Tumulusgräber der etruskischen Nekropole
Tarquinias

Projekt, das von der Region Latium - Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Etruria meridionale und der Gemeinde Tarquinia gefördert wird und auf die Aufwertung der monumentalen fürstlichen Tumulusgräber der Monterozzi- Nekropole und des Gebietes um die etruskische Stadt Tarquinia abzielt.

 

ARCHÄOLOGISCHER RUNDGANG
Große Tumulusgräber der etruskischen Nekropole
Tarquinias
Das Doppelgrab PDF Drucken E-Mail
Fürstengräber - Nekropole der Doganaccia
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 13. März 2010 17:36

 

Hinter dem Tumulus "der Königin" ist eine Grabstätte mit zwei nebeneinander liegenden Grabkammern (Doppelgrab "tomba gemina" genannt) entdeckt worden, die mit aller Wahrscheinlichkeit für zwei mit der im großen Tumulus bestatteten Persönlichkeit verwandte Ehepaare bestimmt war. Grabschändungen, stetiges Pflügen und Risse innerhalb der Kalksteinbank haben das Erscheinungsbild dieses vollständig in den Fels geschlagenen Tumulusgrabes leider entstellt.

 

 

Tarquinia - Das Doppelgrab

Das Grabmal ist durch ein tiefes Eingangs-Vestibül gekennzeichnet, welches quer zu den beiden Grabkammern verläuft. Der Zugang zum Vestibül ist durch eine abfallende breit angelegte Stufenreihen möglich, deren letzte Stufe rechtwinklig als Bank an den Querseiten des Vestibüls weiterläuft. Die beiden Grabkammern zeigen erhebliche Durchbrüche, die von Grabräubern in spät-antiker und moderner Zeit vorgenommen worden sind. Einige Teile der Verschlusssteine befinden sich jedoch noch in der Originalposition.
Die beiden Grabkammern (A und B) haben architektonische Gemeinsamkeiten. Beide haben einen unregelmäßigen rechteckigen Grundriss - die rechte Grabkammer ist aufgrund von Unsicherheiten während der Konstruktion weniger tief in den Fels gehauen . Die Grabkammern haben ein (durch landwirtschaftliche Einflüsse zerstörtes) spitzbogiges falsches Gewölbe, das typisch für die tarquinischen Gräber mit Grabkammern während der orientalisierenden Periode ist. Jede Grabkammer hat zwei aus Stein gebaute Totenbetten an den Längsseiten von denen eines, das linke in der Grabkammer A, einem hölzernen Bett nachempfunden ist (man erkennt Form und Kopfteil des Bettes mit einem halbmondförmigen gemeißelten Kissen).
Das Grab wird auf die zweite Hälfte des 7. Jh. v. Chr. datiert. Das Doppelgrab der Doganaccia ist eine architektonische Seltenheit in der fürstlichen Bestattungsarchitektur des orientalisierenden Zeitalters: Es ist das älteste, vielleicht sogar der Prototyp des Doppelgrabes in Etrurien.

 

 

LAST_UPDATED2
 
Copyright © 2010 . Tutti i diritti riservati.
Via dei Principi è un sito del Comune di Tarquinia