Die Nekropole Infernaccio und der Tumulus Luzi
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Fürstengräber
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ARCHÄOLOGISCHER RUNDGANG
Große Tumulusgräber der etruskischen Nekropole
Tarquinias

Projekt, das von der Region Latium - Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Etruria meridionale und der Gemeinde Tarquinia gefördert wird und auf die Aufwertung der monumentalen fürstlichen Tumulusgräber der Monterozzi- Nekropole und des Gebietes um die etruskische Stadt Tarquinia abzielt.

 

ARCHÄOLOGISCHER RUNDGANG
Große Tumulusgräber der etruskischen Nekropole
Tarquinias
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Fürstengräber - Infernaccio
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 13. März 2010 17:53

 

Der Infernaccio, bisher noch weitgehend unbekannt, ist eine der bedeutendsten tarquinischen Grabstätten der orientalisierenden Periode (7. Jh. v. Chr.) und liegt an der Straße, die von der antiken Stadt ("Civita") durch die Monterozzi-Nekropole zum Meer führte.

 

 

Panoramica_TUMULO-LUZI_infernaccio

Unter den Gräbern, die in dieser Gegend entdeckt worden sind, ist das Luzi-Grab aus der ersten Hälfte des 7. Jh. v. Chr. bemerkenswert. Der Tumulus liegt, genau wie die Tumuli der Doganaccia, in dominanter Lage am Rande des Monterozzi-Hügels in unmittelbarer Nahe einer der Gräberstraßen, welche die auf dem Hügel gelegene Totenstadt durchliefen. Im Areal des Infernaccio sind noch andere Fürstengräber kleineren Ausmaßes entdeckt worden, die ebenfalls durch einzelne Grabkammern und einen offenen Vorplatz ("piazzaletto") für die Totenkult-Zeremonie charakterisiert sind.

IL TUMULO LUZI

infernaccio_internoDiese Grabstätte ist von außen durch einen großen Tumulus gekennzeichnet, den man heute noch in der Landschaft wahrnehmen kann. Unter den Überresten des Tumulus sind Spuren einer Villanova-Siedlung (9. - 8. Jh. v. Chr.) entdeckt worden, deren Nekropole unterhalb der heutigen Villa Bruschi-Falgari angelegt war. Diese Grabstätte mit einer rechteckigen in den Fels geschlagenen Grabkammer, deren Wände sich nach oben verjüngen und deren longitudinale Öffnung in der Decke durch Steinplatten geschlossen wird, entspricht der typischen tarquinischen Grabarchitektur der orientalisierenden Phase. Im Luzi-Grab hat nur die hintere Steinplatte ihre ursprüngliche Lage beibehalten. Die Grabkammer hat einen weitläufigen unter freiem Himmel befindlichen Vorplatz (Vestibül) mit zentral ansteigenden Stufen sowie kleineren lateralen Rampen, die Zuschauern - Familienmitgliedern und Prominenz - anlässlich der Totenkult-Zeremonie, die durch Darbietungen, Gesänge, Musik und Spiele charakterisiert war, Platz boten. An den Seiten des Vestibüls befinden sich flache rechtwinklig angeordnet Steinbänke für die engen Verwandten des Verstorbenen. Das prachtvolle Grab enthielt die Überreste eines "Fürsten", welcher der mächtigen aristokratischen Schicht, die Tarquinia beherrschte, angehörte. Die im Inneren des Grabes entdeckten Beigaben sind aufgrund der Plünderung von Grabräubern sehr fragmentarisch

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