Der Tumulus des Poggio del Forno
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Fürstengräber
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ARCHÄOLOGISCHER RUNDGANG
Große Tumulusgräber der etruskischen Nekropole
Tarquinias

Projekt, das von der Region Latium - Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Etruria meridionale und der Gemeinde Tarquinia gefördert wird und auf die Aufwertung der monumentalen fürstlichen Tumulusgräber der Monterozzi- Nekropole und des Gebietes um die etruskische Stadt Tarquinia abzielt.

 

ARCHÄOLOGISCHER RUNDGANG
Große Tumulusgräber der etruskischen Nekropole
Tarquinias
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Fürstengräber - Poggio del Forno
Geschrieben von: Marta Campagna   
Sontag, 23. Mai 2010 15:54

 

 

Dieses monumentale Grab befindet sich östlich der antiken Stadt auf dem höchsten Punkt der Hügel um Tarquinia und dominiert das Gelände. Der Tumulus des Poggio del Forno, der inmitten einer malerischen und ausgedehnten Macchie eingebettet ist, wurde im Jahr 1968 von dem Verband italienischer Archäologen (Gruppi Archeologici d'Italia)   entdeckt.


Das Fürstengrab hat, im Gegensatz zu den meisten anderen großen Tumulusgräbern Tarquinias zwei hintereinander angeordnete Grabkammern und verfügt ein weitläufiges Vestibül. Die beiden Grabkammern haben eine rechteckige Form und sind mit Steinblöcken aus Nenfro- und Kalkgestein konstruiert, die in geordneten Reihen gemauert sind. Die erste Grabkammer hat ein spitzbogiges Gewölbe, welches aus auskragenden Steinblöcken gebildet wird; die zweite Grabkammer hat ein Kraggewölbe mit stufenförmig angeordneten Steinblöcken und einer longitudinalen Öffnung in der Decke. Die Abschlußsteine dieses Kraggewölbes werden durch zwei quer verlaufende steinerne Balken gestützt.

POGGIO-DEL-FORNOAuf der rechten Seite der ersten Grabkammer sind zwei Ablagen aus Nenfro-Gestein mit Sims vorhanden, die von profilierten Pfeilern gestützt werden und vielleicht den Nachkommen des Auftraggebers vorbehalten waren. Die darauffolgende zweite Grabkammer war aller Wahrscheinlichkeit nach für den Auftraggeber selbst vorgesehen.

Der Außenbereich ist durch ein weitläufiges Vestibül gekennzeichnet, welches eines für tarquinische Gräber typischen Vorplatz "piazzaletto" bildet. Bemerkenswert ist die Rückwand, die nach isodomischer Technik vollkommen aus gut beschnittenen Steinblöcken konstruiert ist.

Der Tumulus wird auf die erste Hälfte des 7. Jh. v. Chr. datiert, sehr wahrscheinlich auf den Beginn der orientalisierenden Periode.
Das Tumulusgrab ist liegt in abgeschiedener Lage ca. 3 Kilometer von der antiken Stadt entfernt; in unmittelbarer Nähe sind jedoch zahlreiche Schacht- und Grubengräber der orientalisierenden und archaischen Periode entdeckt worden. Diese Grabstätten und die umliegenden Überreste von Wohnhäusern, die noch nicht erforscht sind, lassen auf die Existenz einer kleineren Ortschaft schließen, die sehr wahrscheinlich von einer Gemeinschaft tarquinischer Aristokraten bewohnt war. Eine oder mehrere städtische Familien von hohem Rang, so wird angenommen, haben bevorzugt, direkt auf ihrem Landbesitz an der Verbindungsstrasse zwischen Tarquinia und den im Landesinneren liegenden etrurischen Städten zu wohnen. Der von weitem gut sichtbare Tumulus war ein Symbol der durch Landbesitz und Kontrolle des Handelsverkehrs gewonnenen Macht und des Reichtums dieses Familienklans.

(M. Campagna)

 

 

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 Wegbeschreibung
Von Tarquinia aus folgt man der Landstrasse Via Aurelia-bis in Richtung Viterbo, bei km 8 biegt man nach links in die Strasse, die zur Ortschaft Turchina führt, ab. Man folgt der Strasse für ca. 2 km, und biegt an der Kreuzung nach rechts ab und parkt auf der Lichtung in der Macchie. Ein Fußpfad führt von der Lichtung zum Poggio del Forno hinauf (das Tumulusgrab befindet sich in dem eingezäunten, begehbaren Bereich).

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